Eine Aufgabe jagt die nächste

Am Institut für Publistik und Kommunikation der FU Berlin habe ich in den letzten Tagen meine Prüfungsleistungen für dieses Semester abgelegt. Ein gutes Jahr bin ich nun in der sogenannten dualen Karriere unterwegs, die ja von der deutschen Sporthilfe vehement gefordert, aber durch diverse Maßnahmen auch entsprechend gefördert wird.

Es macht wirklich viel Spaß, neben dem Sport ein Studium zu bestreiten. Natürlich fällt es besonders an harten Trainingstagen schwer, sich am Abend noch für das Lernen und Studieren zu motivieren. Letztlich siegt aber immer der Ehrgeiz, den man als Sportler auf internationalem Niveau auch haben muss, um etwas zu erreichen. Schön, dass sich diese Eigenschaften also auch auf die akademische Ausbildung übertragen lassen.

Nach dem Ende des Sommersemesters bleiben jetzt noch etwa 2 Wochen bis zu meinem ersten Start bei der WM. Bis dahin wird jetzt die Form ausgeprägt, also vor allem im regenerativen Bereich geschwommen und die Wettkampftechnik stabilisiert. Die ein oder andere intensive Belastung darf dabei aber natürlich nicht fehlen. In der direkten Wettkampfvorbereitung binden wir häufig den Strömungskanal in der Potsdamer Schwimmhalle in den Trainingsprozess ein.

SAM_0934

Die Gegenstromanlage  ist ungefähr 4 Meter lang und erlaubt Geschwindigkeiten von bis zu 2,5 m/s(Meter pro Sekunde) – das sind immerhin 9 km/h. Das kann natürlich kein Schwimmer lange halten, wenn überhaupt mal ein paar Sekunden Delfinbeinschlag unter der Oberfläche. Der Kanal ist vielseitig in der Benutzung: zur Technik-Kontrolle bei geringem Widerstand, zum Grundlagentraining bei mittlerer Geschwindigkeit oder zu Sprints bei maximalem Widerstand.

Heute war ich allerdings im Renntempo bzw. leicht darüber unterwegs, also bei Geschwindigkeiten die ich im Optimalfall im Wettkampf eine Weile halten kann. Welche Geschwindigkeit das ist und wie oft ich mich in die Fluten stürzen musste, bleibt aber erst mal noch Betriebsgeheimnis. Nur so viel – es war wirklich super anstrengend(viele Wiederholungen/kurze Pause) und noch mal ein harter Reiz auf dem Weg zur WM.

Wie auf dem unten stehenden Bild zu sehen ist, verwandelt sich der oben noch ruhige Kanal dann schnell mal in einen reißenden Strom

SAM_0937

In diesem Sinne, wie man es hier so gerne sagt: „Sport frei“!

Yannick