Rituale

Viele Sportler/Schwimmer haben so ihre speziellen Rituale vor wichtigen Wettkämpfen. Ob das die frisch lackierten Fingernägel sind, die (zufällig) mit der Farbe der Wettkampfbekleidung übereinstimmen, ob das die (unzähligen) Kuscheltiere im Handgepäck sind…

…oder einfach nur das immer gleiche Frühstück an einem Wettkampfmorgen – das Wort „Frühstück“ ist hier wahlweise mit Weckzeit, Musikwahl, Badehose, Bademütze, Unterwäsche zu ersetzen. Hauptsache Routine und Gewohnheiten, denn das birgt Sicherheit. Gebete und mehrfache Bekreuzigung werden im Schwimmsport allerdings nicht so inflationär genutzt wie beispielsweise beim Fussball.

Ich würde mich hinsichtlich der Rituale als doch eher gewöhnlich bezeichnen. Wobei – der Friseurbesuch in den Tagen vor den Wettkampf darf bei mir nicht fehlen. Es ist einfach deutlich entspannter, mit gekürzten Haaren zum Wettkampf zu fahren. Außerdem beginne ich in den letzten Tagen vor dem Wettkampf das Training fast immer mit einem Start mit anschließender maximaler Gleitphase. Je näher der Wettkampf rückt, desto weiter kommt man. Beim Wettkampf schließlich sind mir warme Füße heilig. Die Schuhe und Socken bleiben deswegen vor dem Start immer so lange wie möglich an.

Es bleibt in der Zeit vor der WM auch manchmal noch Zeit für einen Spaß wie hier auf dem Bild vor zwei Jahren mit dem Kollegen Christian Kubusch – inmitten der Berge der spanischen Sierra Nevada

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Was habt ihr denn für Rituale vor Wettkämpfen und wie sind diese entstanden? Schreibt mir einfach hier als Kommentar oder bei Twitter unter @YannickLebherz und ich werde in einem zukünftigen Beitrag ein paar davon vorstellen. Sportartenübergreifend natürlich, denn ich bin mir sicher, dass dabei viele spannende Rituale zu Tage treten werden.

Es ist jetzt nicht gerade ein Ritual, aber da man in der Phase vor dem Hauptwettkampf durch das reduzierte Training etwas mehr Zeit hat, nutze ich diese immer, um meinen Schreibtisch abzuarbeiten. In der Saison häuft sich da doch immer einiges an, weil man als Sportler ja doch wie ein kleines Unternehmen agieren muss. Bei mir sind das vor allem Angelegenheiten, die mit dem Arbeitgeber Bundeswehr, den verschiedenen Unterstützern, dem Studium oder auch ganz elementaren Dingen wie Wohnung und Versicherungen zu tun haben. Da fällt dann doch immer mehr an, als man denkt.

Genug für heute, ich freue mich auf Antworten 🙂

Yannick