WM-Rückblick und Bundeswehr

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Was sagt man nach einer WM, die nicht zu 100% nach den eigenen Vorstellungen verlief?

Man zieht zuerst die positiven Aspekte heraus und versucht anschließend zu ergründen, warum nicht alle Rennen nach diesem Schema verlaufen konnten.

Meine besten Rennen der WM konnte ich in der Staffel über 4*200m Freistil zeigen. Als sechster erreichten wir das Finale und konnten diesen Rang dort auch verteidigen. Morgens(1:46,58) und Abends(1:45,98) war ich jeweils deutlich schneller als meine bisherigen mit normalem Start erzielten Zeiten. Klar ist dadurch geworden, dass ich dem Kraulschwimmen in den nächsten Jahren einen noch höheren Stellenwert einräumen werde. Schon bei dieser WM wäre ich gerne auch Freistil im Einzel geschwommen, doch fehlte dafür leider noch die Qualifikation. Das soll sich in Zukunft ändern, denn die Zeiten aus der Staffel sind mindestens im europäischen Vergleich konkurrenzfähig. Schneller waren nur Agnel, Izotov und Stravius.

Die Konzentration auf Freistil wird vielleicht zulasten einer anderen Schwimmart gehen. Das wird nicht das Rückenschwimmen sein, obwohl die Leistungen bei der WM nicht den erhofften Sprung nach ganz vorne gebracht haben. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass ich auf 200m Rücken den Sprung in die absolute Spitze schaffen kann. Es sieht also aktuell so aus, dass das Lagenschwimmen zukünftig keine Priorität mehr haben wird.

Bei der WM war der Vorlauf über 200m Rücken wirklich noch in Ordnung – ich war bei einem internationalen Event noch nie schneller als die dort erzielten 1:57,31. Abends lag ich bis 150m auf einem guten Kurs, musste aber dann dem Angangstempo Tribut zollen. Die Angangszeit war nicht unbedingt zu schnell, doch war der Aufwand für die Zeit zu hoch, um auch auf der letzten Bahn noch Vollgas geben zu können.

Nach der WM habe ich im „Urlaub“ 3 Wochen aktive Erholung  mit kleinen Belastungen im Grundlagen- und Kraftbereich betrieben.

Seit vier Jahren gehöre ich nun der Sportfördergruppe der Bundeswehr an. Somit war es mal wieder Zeit für einen Lehrgang: 8 Wochen Feldwebelanwärterlehrgang in Hannover von 20.08. bis 16.10. Nach den ersten Tagen kann ich sagen, dass es auf jeden Fall ein fordernder Lehrgang wird, der einem viel abverlangen wird, aber hoffentlich auch etwas Spaß bringt. Ein paar benotete Prüfungen sind natürlich auch zu absolvieren. Die Beförderung zum Unteroffizier / Feldwebelanwärter hat aber bereits am zweiten Tag des Lehrgangs stattgefunden. Meine Schulter hat damit nun das unten stehende Abzeichen.

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Wenn ich es schaffe, werde ich in den nächsten Wochen mal ein wenig aus dem Alltag eines Sportsoldaten im Lehrgang berichten.

Weitere Infos wie immer auch auf Twitter(@YannickLebherz)